Union und SPD wollen Abgeltungssteuer auf Zinserträge streichen

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Die Abgeltungssteuer soll fallen - allerdings wohl nur die auf Zinserträge. Das haben die Parteien in ihren GroKo-Sondierungen beschlossen.

Union und SPD haben sich bei ihren Sondierungen über eine Regierungsbildung darauf verständigt, die Abgeltungssteuer auf Zinserträge abzuschaffen. Dies geht aus dem Sondierungspapier hervor, das die SPD am Freitag auf ihrer Homepage veröffentlichte. Eine Abschaffung der Abgeltungssteuer auf Kursgewinne und Dividenden ist demnach nicht vorgestehen.

Im Vorfeld der Sondierungsgespräche hatte die SPD auf eine generelle Abschaffung der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge gedrungen. Alle Einkünfte aus Kapital und Arbeit sollten nach Vorstellung der Sozialdemokraten künftig wieder gleich besteuert werden. Mit dieser Forderung konnte sich die Partei in den Sondierungen mit der Union offenbar nicht durchsetzen. Zudem hatte die SPD auf eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes gepocht. Davon ist im Sondierungspapier ebenfalls keine Rede mehr. Stattdessen heißt es nun, dass die Steuerbelastung der Bürger nicht erhöht werden soll.

Untere und mittlere Einkommen möchten Union und SPD laut Sondierungspapier insbesondere beim Solidaritätszuschlag entlasten. In dieser Wahlperiode soll mit einem ersten Schritt begonnen werden. Dadurch möchten die Partie nach eigenen Angaben rund 90 Prozent aller Steuerzahler durch eine Freigrenze vollständig vom Solidaritätszuschlag entlasten.

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